Krankenkasse: Der umfassende Leitfaden für Krankenversicherungen

Die Krankenkasse ist eine Versicherung in der Schweiz, die die gesundheitliche Versorgung ihrer Mitglieder durch Beitragszahlungen finanziert. Die Krankenkasse deckt Standardbehandlungen wie Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und bestimmte Medikamente ab. Jeder, der in der Schweiz wohnt, muss eine Krankenkasse abschliessen. Die Krankenkassen bestimmen die Prämien durch verschiedene Faktoren wie Wohnkanton, Alter und gewähltes Krankenkassen-Modell und die Franchise.

Die Krankenversicherungen haben unterschiedliche Preise je nach Anbieter und individuellen Faktoren. Die Krankenversicherung hat unterschiedliche Modelle, die bestimmte Präferenzen hinsichtlich der Arztwahl und Behandlungsmethoden berücksichtigen. Zudem sind in der obligatorischen Krankenkasse die Unfalldeckungen enthalten, um allen Einwohnern grundlegenden Schutz zu bieten.

Bei der Wahl einer Krankenkasse sollten die angebotenen Leistungen, die Prämienhöhe, das Versicherungsmodell und eventuelle Zusatzversicherungen berücksichtigt werden. Die Krankenkrankasse ermöglicht auch die Aufnahme von Familienmitgliedern, wobei jedes Mitglied individuell versichert werden muss. Die Kündigung einer Krankenkasse muss fristgerecht und schriftlich erfolgen, wobei bei Prämienerhöhungen oft ein Sonderkündigungsrecht besteht.

Die Krankenkassen bieten diverse Zusatzversicherungen in der Schweiz, die weiterführende Leistungen wie bessere Unterbringung im Krankenhaus, alternative Medizin oder Zahnbehandlungen abdecken. Die Krankenkassen bieten die Zusatzversicherungen, die optional sind und ermöglichen eine individuelle Anpassung des Versicherungsschutzes an persönliche Bedürfnisse und Vorlieben.

Krankenkasse
19.03.2024  |  Lesezeit: 16 Minute

Was ist die Krankenkasse in der Schweiz?

Die Krankenkasse ist eine gesetzlich vorgeschriebene Gesundheitsversicherung in der Schweiz. Die Krankenkasse übernimmt die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung. Alle Einwohner müssen die Krankenkasse in der Schweiz abschliessen.

Was enthält die Krankenkasse in der Schweiz?

Die Krankenkasse enthält die Krankenkassen-Leistungen wie Arztbesuche, stationäre Behandlungen im Krankenhaus, bestimmte Medikamente, und Diagnostik. Die Krankenkasse besteht aus 2 Teilen. Die 2 Teilen der Krankenkasse sind die Grundversicherung und die Zusatzversicherung. Die Grundversicherung ist obligatorisch und die Zusatzversicherung ist freiwillig.

Was sind die Merkmale der Krankenkasse?

Die Merkmale der Krankenkasse sind wie unten aufgelistet:

  • Krankenkasse-Prämie: Die Krankenkasse hat eine Krankenkasse-Prämie, die Versicherte regelmässig (z.B. monatlich oder jährlich) zahlen müssen.
  • Franchise: Die Krankenkasse hat ein Franchise und die Franchise ist der Betrag, den der Versicherte selbst tragen muss, bevor die Versicherung für medizinische Kosten aufkommt.
  • Krankenkassen-Modell: Die Krankenkasse bietet 4 Modelle an, die es den Versicherten ermöglichen, ihren Versicherungsschutz entsprechend ihren Bedürfnissen und Vorlieben zu gestalten. Die Krankenkassen bieten die Krankenkassen-Modelle wie Standard-Modell, Hausarztmodell, HMO-Modell und das Telmed-Modell.
  • Unfallversicherung: Die Krankenkassen bieten eine Unfallversicherung als Teil der obligatorischen Grundversicherung an, um Kinder, Hausfrauen, Rentner und Selbstständige ihren Unfallschutz über die Krankenkasse sicherzustellen. Die Krankenkasse gewährleistet mit der Unfallversicherung, dass alle Einwohner der Schweiz, unabhängig von ihrem Beschäftigungsstatus, einen grundlegenden Schutz im Falle eines Unfalls haben.

Wer kann eine Krankenkasse in der Schweiz abschliessen?

Jede Person, die ihren Wohnsitz in der Schweiz hat, kann eine Krankenkasse abschliessen. Hier sind die spezifischen Gruppen, die eine Krankenkasse abschliessen müssen:

  • Schweizer Bürger und Bürgerinnen
  • Ausländer und Ausländerinnen
  • Neugeborene
  • Personen ohne Erwerbstätigkeit
  • Erwerbstätige

Können die Familienmitglieder in die Krankenkasse aufgenommen werden?

Ja, Familienmitglieder können in die Krankenkasse aufgenommen werden. Die Krankenkassen fordern, dass für jedes Familienmitglied eine eigene Police abgeschlossen werden muss. Die Krankenkasse kann für Familien eine einheitliche Police als Familienkrankenkasse erstellen. Hier sind die Informationen, wie die Krankenkassen die Familienmitglieder aufnehmen können:

  • Neugeborene: Die Krankenkassen müssen innerhalb von 3 Monaten nach der Geburt eines Kindes von den Eltern über die Anmeldung des Neugeborenen informiert werden. Die Krankenkassen haben keine Wartefristen oder Risikoprüfungen für die vorgeburtliche Anmeldung.
  • Ehepartner/innen: Für Ehepartner ist es erforderlich, dass sie jeweils bei einer Krankenkasse ihrer Wahl eine eigene Versicherung abschliessen, da gemeinsame Policen nicht angeboten werden. Jede Krankenkasse steht zur freien Auswahl der Ehepartner.
  • Kinder: Auch Kinder müssen bei einer Krankenkasse versichert werden, wobei die Krankenkassen den Eltern verschiedene Anbieter und Policen anbieten, um eine Deckung zu ermöglichen, die den Bedürfnissen und dem Budget der Familie entspricht.
    Studierende und junge Erwachsene: Studierende und junge Erwachsene, die sich noch in der Ausbildung befinden und möglicherweise bei ihren Eltern leben, müssen von den Krankenkassen als einzelne Versicherungsnehmer geführt werden.

Wie setzen die Krankenkassen Ihre Prämien?

Die Krankenkassen setzen ihre Prämien basierend auf das Risikoprofil der Versicherten, die Kosten für medizinische Leistungen und Verwaltungsaufwendungen sowie gesetzliche Vorgaben. Die Krankenkassen berechnen die Prämien nach dem Alter, Wohnort, Franchise und dem gewählten Versicherungsmodell der Versicherten. Zudem berücksichtigen Krankenkassen die Erwartungen an zukünftige Gesundheitsausgaben und die Notwendigkeit, finanzielle Reserven zu bilden, um die Prämien zu kalkulieren.

Welche Strategien nutzen Krankenkassen ein, um die Prämien für ihre Versicherten zu senken?

Die Krankenkassen bieten in der Schweiz mehrere Strategien an, durch die Einzelpersonen ihre Prämien senken können. Hier sind einige effektive Methoden:

  • Wahl der Franchise: Das Anbieten einer höheren Franchise durch Krankenkassen resultiert üblicherweise in niedrigeren monatlichen Prämien für die Versicherten. Für Personen in guter Gesundheit, die selten medizinische Leistungen benötigen, kann die Auswahl einer höheren Franchise in der Krankenkasse vorteilhaft sein.
  • Versicherungsmodell wählen: Die Krankenkassen ermöglichen Ihren Versicherten durch das Angebot alternativer Modelle wie dem Hausarztmodell, HMO-Modell oder Telmed-Modell von Krankenkassenprämien zu sparen. Die Krankenkassen verpflichten die Versicherten in diesen Modellen bei gesundheitlichen Problemen zunächst einen bestimmten Anbieter oder eine bestimmte Anlaufstelle zu konsultieren.
  • Krankenkassenvergleich: Die Krankenkassen haben trotz der gesetzlich festgelegten Leistungen der Grundversicherung unterschiedliche Prämien. Die Krankenkassen ermöglichen es den Versicherten, durch einen Krankenkassenvergleich eine günstigere Prämie zu finden.
  • Zusatzversicherungen überprüfen: Krankenkassen empfehlen den Versicherten, ihre abgeschlossenen Zusatzversicherungen zu überprüfen, um festzustellen, ob alle enthaltenen Leistungen tatsächlich benötigt werden. Es kann vorkommen, dass die Zusatzversicherungen Bestandteile enthalten, die für den Versicherten nicht unbedingt notwendig sind.
  • Jährliche Zahlungsweise: Einige Krankenkassen bieten einen Rabatt, wenn die Prämie jährlich statt monatlich bezahlt wird.
  • Prämienverbilligung: Abhängig vom Einkommen und Vermögen der Versicherten können Krankenkassen in Zusammenarbeit mit den Wohngemeinden Prämienverbilligungen anbieten. Versicherte werden daher ermutigt, sich bei ihrer Wohngemeinde über mögliche Unterstützungsangebote zu informieren.
  • Familienrabatte: Einige Krankenkassen bieten Rabatte für Familien oder für die Versicherung von Kindern. Es lohnt sich, solche Rabatte bei der Wahl der Krankenkasse zu berücksichtigen.

Warum ist die Krankenkasse in der Schweiz wichtig?

Die Krankenkasse in der Schweiz ist aus mehreren Gründen wichtig:

  • Gesetzliche Pflicht: In der Schweiz ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass jede Person, die ihren Wohnsitz im Land hat, eine Krankenkasse besitzt. Dies stellt sicher, dass alle Zugänge zu notwendiger medizinischer Versorgung haben, unabhängig von ihrem Einkommen oder Gesundheitszustand.
  • Zugang zu medizinischer Versorgung: Mit einer Krankenkasse haben die Personen in der Schweiz Zugang zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung. Dies umfasst Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Medikamente, therapeutische Dienste und vieles mehr. Ohne Krankenkasse wären die Kosten für solche Leistungen prohibitiv hoch.
  • Finanzieller Schutz: Die Krankenkasse schützt vor finanziell belastenden Ausgaben im Krankheitsfall. Medizinische Behandlungen können sehr teuer sein, und ohne Versicherung könnten sich viele Menschen notwendige Behandlungen nicht leisten, was zu einer Verschlechterung der Gesundheit und möglicherweise zu langfristigen finanziellen Schwierigkeiten führen könnte.
  • Prävention und Früherkennung: Krankenkassen decken oft auch präventive Maßnahmen wie Impfungen und regelmässige Vorsorgeuntersuchungen in der Schweiz. Diese präventiven Massnahmen tragen zur Früherkennung und Behandlung von Krankheiten bei, bevor sie schwerwiegender und teurer zu behandeln sind.
  • Solidarität: Das Schweizer Gesundheitssystem basiert auf dem Prinzip der Solidarität. Junge und gesunde Personen zahlen in dasselbe System ein wie ältere und möglicherweise kränkere Personen. Dieses Prinzip gewährleistet, dass jeder unabhängig von Alter und Gesundheitszustand medizinische Leistungen erhält.
  • Qualitätssicherung: Die Krankenkasse trägt auch zur Qualitätssicherung und -verbesserung im Gesundheitswesen in der Schweiz bei. Da die Krankenkassen bestimmte Qualitätsstandards einfordern, trägt dies zur allgemeinen Verbesserung der medizinischen Versorgung bei.
  • Psychologischer Aspekt: Der Besitz einer Krankenkasse kann auch eine psychologische Beruhigung darstellen, da man weiss, dass im Falle einer Erkrankung oder eines Unfalls die finanzielle Belastung abgemildert wird und man Zugang zu notwendiger medizinischer Hilfe hat.

Ist die Krankenkasse in der Schweiz obligatorisch?

Ja, die Krankenkasse ist in der Schweiz obligatorisch. Jede Person, die in der Schweiz wohnt, muss sich innerhalb von 3 Monaten nach der Wohnsitznahme im Land, bei einer Krankenkasse für die Grundversicherung anmelden. Diese Pflicht gilt für alle Einwohnerinnen und Einwohner unabhängig von Alter, Geschlecht oder Gesundheitszustand.

Was ist bei der Wahl einer Krankenkasse zu beachten?

Hier sind einige wichtige Faktoren, die Sie bei der Wahl der Krankenkasse beachten sollten.

  • Versicherungsmodell: Prüfen Sie die verschiedenen verfügbaren Modelle wie das Standardmodell, Hausarztmodell, HMO-Modell oder Telmed-Modell. Jedes Modell hat seine eigenen Vorteile, Einschränkungen und Prämienstrukturen.
  • Franchise: Die Höhe der Franchise beeinflusst direkt Ihre Prämien. Eine höhere Franchise führt zu niedrigeren Monatsprämien, bedeutet aber auch, dass Sie im Krankheitsfall mehr aus eigener Tasche zahlen müssen, bevor die Versicherung greift.
  • Prämienhöhe: Vergleichen Sie die Prämien verschiedener Anbieter unter Berücksichtigung Ihres gewählten Modells und Ihrer Franchise. Nutzen Sie Online-Vergleichsportale, um die besten Angebote zu finden.
  • Leistungskatalog: Stellen Sie sicher, dass Sie verstehen, welche medizinischen Leistungen abgedeckt sind und ob diese Ihren Bedürfnissen entsprechen.
  • Krankenkassenbewertungen und Servicequalität: Informieren Sie sich über die Servicequalität und Kundenzufriedenheit bei verschiedenen Krankenkassen. Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Versicherter können hilfreich sein.
  • Zusatzversicherungen: Überlegen Sie, ob Sie Zusatzversicherungen benötigen, die über die Grundversicherung hinausgehen, wie z.B. für alternative Medizin, Zahnbehandlungen oder eine bessere Unterbringung im Krankenhaus.
  • Freie Arztwahl: Wenn Ihnen die freie Wahl des Arztes oder des Krankenhauses besonders wichtig ist, sollten Sie dies bei der Auswahl des Versicherungsmodells berücksichtigen.
  • Geografische Abdeckung: Überprüfen Sie, ob die Versicherung auch Leistungen im Ausland abdeckt, falls Sie häufig reisen oder planen, eine Zeit lang im Ausland zu verbringen.
  • Selbstbehalt und Kostenbeteiligung: Verstehen Sie die Regeln bezüglich Selbstbehaltes und Kostenbeteiligung, die zusätzlich zur Franchise anfallen können.
  • Wechselmöglichkeiten: Bedenken Sie, dass Sie die Möglichkeit haben, einmal jährlich die Krankenkasse zu wechseln. Überprüfen Sie die Kündigungsfristen und -bedingungen.

Welche Leistungen bieten die Krankenkassen in der Schweiz an?

Die Krankenkassen bieten die Leistungen wie ärztliche Behandlungen, Spitalaufenthalte und Medikamente. Die Leistungen der Krankenkassen sind wie unten aufgelistet:

  • Ärztliche Behandlung: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für Behandlungen durch zugelassene Ärzte sowohl im ambulanten Bereich als auch im Krankenhaus.
  • Spitalaufenthalt: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für einen Aufenthalt in der allgemeinen Abteilung eines Krankenhauses in Ihrem Wohnkanton. Wenn Sie sich für die Behandlung in einem anderen Kanton oder für eine höhere Abteilung (Halbprivat oder Privat) entscheiden, können zusätzliche Kosten anfallen, die nicht vollständig übernommen werden.
  • Medikamente: Verschreibungspflichtige Medikamente, die auf der sogenannten Spezialitätenliste stehen, werden von der Krankenkasse bezahlt.
  • Schwangerschaft und Geburt: Die Krankenkasse deckt Untersuchungen während der Schwangerschaft, Geburtskosten sowie Untersuchungen des Neugeborenen.
  • Physiotherapie und Ergotherapie: Die Krankenkasse deckt bestimmte Leistungen der Physio- und Ergotherapie, sofern sie ärztlich verordnet sind.
  • Psychotherapie: Die Krankenkasse deckt die Psychotherapeutische Behandlungen, wenn sie von einem Arzt durchgeführt oder delegiert und überwacht werden.
  • Präventive Massnahmen: Die Krankenkasse übernimmt bestimmte Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen.
  • Hilfsmittel: Bestimmte medizinische Hilfsmittel, die ärztlich verschrieben werden, sind ebenfalls von der Krankenkasse abgedeckt.
  • Notfallbehandlungen: Notwendige medizinische Behandlungen im Ausland sind von der Krankenkasse bis zu einem gewissen Grad abgedeckt, allerdings empfiehlt es sich, hierfür eine zusätzliche Reiseversicherung abzuschliessen.

Welche Leistungen werden bei Geburt und Wochenbett von der Krankenkasse übernommen?

Die obligatorische Krankenkasse übernimmt verschiedene Leistungen im Bereich der Mutterschaft und während des Wochenbetts in der Schweiz. Diese Leistungen sind darauf ausgelegt, die Gesundheit von Mutter und Kind während und nach der Schwangerschaft zu unterstützen. Hier sind einige der wesentlichen Leistungen, die von der Krankenkasse im Kontext von Geburt und Wochenbett übernommen werden:

  • Vorsorgeuntersuchungen: Während der Schwangerschaft werden alle notwendigen ärztlichen Kontrollen und die empfohlenen Ultraschalluntersuchungen von der Krankenkasse übernommen.
  • Geburt: Die Kosten für die Entbindung im Spital, in einem Geburtshaus oder zu Hause werden von der Krankenkasse getragen. Dies beinhaltet auch die Betreuung durch Hebammen.
  • Wochenbettbetreuung: Nach der Geburt deckt die Krankenkasse die Hebammenbesuche zu Hause, um die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mutter und Kind zu überwachen und zu unterstützen.
  • Stillberatung: Beratungsleistungen durch eine Hebamme oder Stillberaterin sind ebenfalls gedeckt, um Unterstützung beim Stillen zu bieten.
  • Medizinische Nachsorge: Eventuell notwendige medizinische Nachsorge für die Mutter nach der Entbindung ist ebenfalls abgedeckt.
  • Gynäkologische Nachuntersuchung: Eine gynäkologische Nachuntersuchung nach der Geburt wird von der Krankenkasse übernommen.
  • Neugeborenen Untersuchungen: Die obligatorischen Untersuchungen für das Neugeborene, einschliesslich der Hörscreenings und weiterer erforderlicher Tests, werden von der Krankenkasse abgedeckt.

Wie kann man die Krankenkasse für Kinder abschliessen?

Die Krankenkasse ist wie für Erwachsene auch für Kinder obligatorisch. Der Krankenkasse für Kinder ist ähnlich wie der für Erwachsene und umfasst die gesetzlich festgelegte Grundversorgung.

Eltern können die Krankenkasse für Kinder freiwählen, unabhängig davon, bei welcher Kasse sie selbst versichert sind. Es lohnt sich, die Prämien und Angebote verschiedener Kassen zu vergleichen, da diese für Kinder unterschiedlich sein können.
Krankenkassen bieten optional Zusatzversicherungen für Kinder an, die über die Grundversicherung hinausgehende Leistungen abdecken, wie zum Beispiel freie Spitalwahl, alternative Medizin oder Zahnbehandlungen.

Wie gestalten Krankenkassen den Behandlungsprozess für ihre Versicherten?

Die Krankenkassen gestallten den Behandlungsprozess für ihre Versicherten folgendermassen ab:

  • Wahl des Arztes und der Behandlung: Krankenkassen ermöglichen je nach dem von den Versicherten gewählten Versicherungsmodell den direkten Zugang zu einem Arzt oder Spezialisten im Standardmodell oder verlangen, dass zuerst ein Hausarzt im Rahmen des Hausarztmodells oder eine speziell durch das HMO- oder Telmed-Modell vorgesehene Stelle kontaktiert wird, wenn medizinische Hilfe benötigt wird.
  • Inanspruchnahme der medizinischen Leistung: Die Krankenkassen organisieren nach der Konsultation die Durchführung der notwendigen medizinischen Behandlungen für ihre Versicherten, zu denen Arztbesuche, diagnostische Tests, Medikamente, Therapien und gegebenenfalls Krankenhausaufenthalte gehören.
  • Abrechnung: Krankenkassen übernehmen die Kosten für Behandlungen ihrer Versicherten, indem sie entweder direkt an den Leistungserbringer zahlen (Direktabrechnung) oder die vom Patienten vorgestreckten Beträge nach Einreichung zur Erstattung erstatten.
  • Kostenerstattung: Die Krankenkassen ermöglichen die Einreichung der Rechnungen zur Erstattung, wenn Versicherte die Kosten vorgestreckt haben. Krankenkassen erstatten den entsprechenden Betrag, nach Abzug der Franchise und des Selbstbehalts, der 10% der Kosten über der Franchise beträgt bis zu einem Maximum von 700 CHF pro Jahr für Erwachsene und 350 CHF für Kinder.
  • Überprüfung der Leistungen: Die Krankenkasse überprüft, ob die beanspruchten Leistungen im Rahmen der obligatorischen Grundversicherung gedeckt sind. Leistungen, die über die Grundversicherung hinausgehen, werden nur erstattet, wenn eine entsprechende Zusatzversicherung besteht.

Welche Begriffe hat die Krankenkasse in der Police?

In der Krankenkasse begegnet man zahlreichen Fachbegriffen, die für das Verständnis des Systems essenziell sind. Hier sind einige wichtige Begriffe der Krankenkasse, die in der Police sind:

  • Prämie: Der Betrag, den die versicherte Person regelmässig (meist monatlich) an die Krankenkasse zahlt, um Versicherungsschutz zu erhalten.
  • Franchise: Ein jährlicher Betrag, den die versicherte Person selbst für ihre medizinischen Kosten aufbringen muss, bevor die Krankenkasse beginnt, Leistungen zu erstatten.
  • Selbstbehalt: Nachdem die Franchise erreicht ist, zahlt die versicherte Person noch einen bestimmten Prozentsatz der weiteren Kosten selbst. In der Schweiz beträgt dieser Selbstbehalt 10% der Kosten über die Franchise hinaus bis zu einem jährlichen Maximalbetrag.
  • Grundversicherung: Die obligatorische Krankenkasse, die jeder in der Schweiz wohnhafte Person abschliessen muss. Sie deckt eine gesetzlich definierte Grundversorgung ab.
  • Zusatzversicherung: Eine freiwillige Versicherung, die Leistungen abdeckt, die über die Grundversorgung hinausgehen. Dazu können beispielsweise Komfortleistungen im Krankenhaus oder alternative Heilmethoden gehören.
  • KVG: Das Krankenkassengesetz (KVG) regelt die obligatorische Gesundheitsversorgung in der Schweiz und bestimmt, welche Leistungen von der Grundversicherung abgedeckt werden.
  • VVG: Das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) regelt in der Schweiz die privaten Zusatzversicherungen.
  • Leistungserbringer: Anbieter von medizinischen Dienstleistungen, wie z.B. Ärzte, Therapeuten, Krankenhäuser und Apotheken.
  • Kostenbeteiligung: Der Anteil der Kosten für medizinische Leistungen, den die versicherte Person selbst trägt, bestehend aus Franchise, Selbstbehalt und eventuellen nicht erstattungsfähigen Kosten.

Wie beurteilt man den aktuellen Gesundheitszustand vor dem Abschluss einer Krankenkasse?

Die Beurteilung des aktuellen Gesundheitszustands vor dem Abschluss einer Krankenkasse ist wesentlich, da sie die Bedingungen und Kosten des Versicherungsschutzes beeinflussen kann. In der Schweiz ist jedoch die Situation etwas anders als in vielen anderen Ländern, weil die Grundversicherung (obligatorische Krankenkasse) jeden aufnehmen muss, unabhängig vom Gesundheitszustand. Hier gibt es keine Risikoprüfung oder Gesundheitscheck, die Ihre Prämien oder Ihren Zugang zur Versicherung beeinflussen könnten.

Bei der Grundversicherung:

  • Die Krankenkassen berücksichtigen den Gesundheitszustand der Versicherer nicht bei der Prämienhöhe und die Entscheidung zur Aufnahme in der Grundversicherung. Die Krankenkassen sind verpflichtet, jeden Wohnsitzinhaber zu akzeptieren und verlangen die gleiche Prämie von allen Versicherten derselben Altersgruppe und Region, unabhängig von deren Gesundheitszustand.

Bei der Zusatzversicherung:

  • Die Krankenkassen können eine Gesundheitsprüfung bei der Zusatzversicherung verlangen und basierend auf dem Gesundheitszustand entscheiden, ob sie jemanden versichern oder nicht, und zu welchen Konditionen.
  • Die Krankenkassen können höhere Prämien verlangen, bestimmte Leistungen ausschliessen oder den Antrag auf Zusatzversicherung komplett ablehnen, wenn Vorerkrankungen oder höhere Gesundheitsrisiken bestehen.

Was sind die Vorteile de Krankenkasse?

Die Vorteile der Krankenkasse sind wie unten aufgelistet:

  • Finanzielle Sicherheit: Die Krankenkasse schützt vor hohen medizinischen Kosten, die durch Unfälle, Krankheiten oder regelmäßige medizinische Versorgung entstehen können. Ohne Krankenkasse können medizinischen Kosten schnell zu einer erheblichen finanziellen Belastung werden.
  • Zugang zu medizinischer Versorgung: Die Krankenkasse bietet den Zugang zu einem breiten Spektrum an Gesundheitsdienstleistungen. Die Krankenkasse umfasst Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Medikamente, präventive Massnahmen und Spezialbehandlungen.
  • Prävention und Früherkennung: Die Krankenkassen decken präventive Massnahmen ab, wie regelmässige Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Gesundheits-Screenings. Die Vorsorgeuntersuchungen können dazu beitragen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, was nicht nur die Gesundheit fördert, sondern auch langfristige Kosten reduziert.
  • Bessere Gesundheitsergebnisse: Mit regelmässigem Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen können Krankheiten mit der Krankenkasse früher erkannt und behandelt werden. Diese Gesundheitsdienstleistungen verbessern die Gesundheitsergebnisse und die Lebensqualität.
  • Recht auf freie Arztwahl: Die Krankenkassen bieten eine freie Arztwahl in der Schweiz, dass Patienten ihre bevorzugten medizinischen Dienstleister auswählen können.
  • Psychischer Komfort: Das Wissen, dass man im Krankheitsfall mit der Krankenkasse finanziell abgesichert ist und Zugang zu notwendigen medizinischen Leistungen hat, bietet ein beruhigendes Gefühl und psychische Sicherheit.
  • Gesellschaftliche Stabilität: Ein allgemein zugängliches Gesundheitssystem, das durch Krankenkassen unterstützt wird, trägt zur gesellschaftlichen Stabilität und Produktivität bei, indem es die allgemeine Gesundheit verbessert und es Menschen ermöglicht, schneller in den Arbeitsprozess zurückzukehren.
  • Risikostreuung: Krankenkassen funktionieren auf dem Prinzip der Risikostreuung, wobei viele Versicherungsnehmer die Kosten für die wenigen tragen, die ernsthafte Gesundheitsversorgung benötigen. Dieses Prinzip hilft dabei, die Kosten für Einzelne zu senken.

Was sind die Nachteile einer Krankenkasse?

Die Nachteile der Krankenkasse sind wie unten aufgelistet:

  • Kosten: Die von Krankenkassen festgelegten Prämien können, besonders in Ländern mit hohen Gesundheitskosten wie der Schweiz, eine erhebliche finanzielle Belastung für Versicherte darstellen. Zusätzlich können die Kosten für Franchise und Selbstbehalt, besonders bei häufiger Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, die finanzielle Belastung weiter erhöhen.
  • Komplexität: Die Komplexität der verschiedenen Policen, Deckungsoptionen und Regelungen, die Krankenkassen anbieten, kann das Verständnis erschweren. Für viele Menschen stellt es eine Herausforderung dar, die unterschiedlichen Angebote und Bedingungen zu vergleichen, um die für ihre Bedürfnisse am besten geeignete Krankenkasse auszuwählen.
  • Überversicherung: Krankenkassen erleben manchmal, dass Menschen mehr Versicherungsschutz abschliessen, als sie tatsächlich benötigen, was zu unnötig hohen Prämien führt, ohne dass die Versicherten daraus einen Vorteil ziehen.
  • Verwaltungsaufwand: Die Bearbeitung von Versicherungsansprüchen, Papierkram und Verwaltungsangelegenheiten durch Krankenkassen kann für Versicherte zeitaufwendig und frustrierend sein.

Sind die Krankenkassen kündbar in der Schweiz?

Ja, die Krankenkassen sind kündbar in der Schweiz. Die Krankenkassen ermöglichen den Versicherten innerhalb der Kündigungsfristen zu kündigen. Die Krankenkassen haben unterschiedliche Kündigungsfristen, die je nach Art der Versicherung (Grundversicherung oder Zusatzversicherung) variieren. Die Krankenkasse verlangt ein Krankenkassen-Kündigungsschreiben für die Kündigung.

Für die Kündigung der Krankenkasse sollen Sie ein Krankenkassen-Kündigungsschreiben erstellen. Die Kündigung sollte immer schriftlich erfolgen, sei es per Brief oder, wenn angeboten, per E-Mail. In der Kündigung sollten Ihr Name, Ihre Adresse, Ihre Versicherungsnummer und das gewünschte Kündigungsdatum klar angegeben sein. Nach Eingang einer Kündigung stellen Krankenkassen den Versicherten eine Kündigungsbestätigung aus. Es wird empfohlen, dass Versicherte diese Bestätigung sorgfältig aufbewahren.

Welche Zusatzleistungen haben die Krankenkassen?

Die Krankenkassen haben verschiedene Zusatzleistungen wie Spitalversicherungen, Ambulante-Zusatzversicherungen und Zahnversicherungen. Die Zusatzleistungen der Krankenkassen enthält man über die Zusatzversicherungen. Die Zusatzleistungen der Krankenkassen sind wie unten aufgelistet:

  • Spitalzusatzversicherung: Ermöglicht es Versicherten, in der allgemeinen, halbprivaten oder privaten Abteilung im Krankenhaus untergebracht zu werden, inklusive der Freiheit, den Arzt oder die Klinik zu wählen.
  • Ambulante Zusatzversicherung: Bietet Deckung für zusätzliche, ambulant erbrachte Leistungen wie alternative Heilmethoden, erweiterte Physiotherapie, Psychologie, Ergotherapie, Logopädie oder Ernährungsberatung, die über die Grundversicherung hinausgehen.
  • Zahnzusatzversicherung: Deckt Kosten für zahnärztliche Behandlungen, kieferorthopädische Massnahmen oder Zahnprophylaxe ab, die über das Minimum der Grundversicherung hinausgehen.
  • Brillen- und Kontaktlinsenversicherung: Übernimmt Kosten für Sehhilfen, die nicht oder nur teilweise von der Grundversicherung gedeckt sind.
  • Reiseversicherung: Schützt vor medizinischen Notfällen im Ausland, einschliesslich der Rückführungskosten.
  • Taggeldversicherung: Zahlt ein Taggeld bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall.
  • Komplementärmedizinische Zusatzversicherung: Erstattet Kosten für Behandlungen durch anerkannte Therapeuten in Bereichen wie Homöopathie, Akupunktur, Chiropraktik oder anthroposophische Medizin, die nicht oder nur teilweise von der Grundversicherung abgedeckt sind.
  • Fitness und Prävention: Einige Policen erstatten Beiträge für Fitnessabonnements, Präventionskurse oder Gesundheitschecks.

Ist jede Krankenkasse in der Schweiz gleich teuer?

Nein, jede Krankenkasse ist nicht gleich teuer. Die Krankenkassen haben unterschiedliche monatliche Kosten in der Schweiz. Sie finden durch den Krankenkassenvergleich heraus, wie teuer die Krankenkassen sind.

Can Kantekin